Marco Boehm

Marcos Erfolgsgeschichte

Warum kostet alles so unglaublich viel Kraft seit 1983?

1983 erblickte ich das Licht der Welt. Nun ja, fast sogar mit beiden Augen. Daraus wurde aber nichts – eine Quetschung des linken Auges während der Entbindung verhinderte dauerhaft mein räumliches Sehen, begleitet von einer Liedschwäche. Somit hatte ich bereits das erste Trauma auf einer noch lange nicht vollständigen Liste. Schwer vorstellbar, Kinder sind mitunter grausam, mit einer sichtbaren Behinderung hat man es im Umgang mit anderen oft schwerer als “normale”. Man vermutet, ja ist sich sogar sicher, man muss immer besonders viel Leisten, 100 % ist nicht genug. Zusätzlich muss man besonders gut in vielen Dingen sein, wenn nicht sogar perfekt, “ohne Fehler” um als “gleichwertig” angesehen zu werden. Natürlich ist es auch irgendwie schön, wenn man so gut in seinem Job ist, dass man sich fast unantastbar fühlt. Dies ist und bleibt jedoch mittel und langfristig nur ein Gefühl von kurzweiliger Dauer. Man bekommt plötzlich ganz andere Herausforderungen in den Weg gelegt. Firmen sollten sich doch freuen, wenn Mitarbeiter*innen motiviert und sogar experten mit sehr viel (Berufs-)Erfahrung in Ihrem Fachbereich sind. Nur leider leben wir nicht in einer perfekten Welt und fair ist diese schon einmal gar nicht.

Sogenannte Vorgesetzte, hatte ich schon so einige in meiner Beruflichen Laufbahn. Wahrhaftige Führungskräfte kann ich an wenigen Fingern abzählen, an 2 um genau zu sein, dafür braucht es keine Hand. (Herzlichen Gruß an Rudi S. & Jens K.) In der Regel war ich froh, wenn ich einfach nur meinen Job machen durfte, ohne dass ich als Untergebener dabei behindert wurde. Ja Behindert, das war eine echte Behinderung, dabei kam ich mir jedoch mental gesund und nicht verwirrt vor, diesen Eindruck hatte ich nur zu oft von der Person, welche mir vorgesetzt wurden. So etwas kostet Kraft, sehr viel Kraft – bis diese plötzlich weg ist. Von einem Tag auf den anderen. Nach mehr als 20 Jahren in der IT-Branche, zuletzt als IT-Berater kann ich nur sagen, als Angestellter zu arbeiten “bringt es” nicht. Insbesondere, wenn man nicht ganz gesund ist.

PTBS – Posttraumatische Belastungsstörung – eine komplexe noch dazu

Kommen wir zurück auf das, was mich in jeder wachen Minute meines Lebens, zumindest soweit ich mich zurückerinnern kann zu oft vom guten Leben abhält.
Ich entstamme einem bildungsfernen Haushalt, in welchem beziehungstechnische und lebensbedrohliche Krisen an der Tagesordnung waren, zumindest familienintern. Außerhalb der Kernfamilie (2 scheinbar erwachsene + Kind, welches kein Kind sein durfte) hatten nur sehr wenige etwas mitbekommen, oder konnten es in der erweiterten Familie und Freundeskreis nicht sehen. Angefangen beim Thema Schulabschluss, auch wenn es nicht das erste krasse Thema war. Dieser musste hart erkämpft werden. Wir erinnern uns alle es herrscht Schulpflicht, was völlig richtig und sinnvoll ist. Trotz dieser Schulpflicht wurde ich vom der Schule / Gymnasium genommen, weil die beiden “Erwachsenen” ihr Geld im Ausland verbrassen wollten und IHR Leben leben wollten, solange sie noch jung und weitestgehend fit sind.
Achja, es ist ja nicht so, als ob man mir nicht ganz unterschwellig keine Wahl gelassen hatte. Jugendheim (an dem ich wegen meiner Liedschwäche jeden Tag verprügelt werden solle), oder mitkommen. Der Familienhund wurde vor dem Auslandsaufenthalt auf unbefristete Zeit noch schnell entsorgt.

Folgende Situation ist beispielhaft dafür, welche sich immer und immer wieder über 1,5 Jahre in unterschiedlicher Ausprägung wiederholt hat:

Es ist Nacht, man sieht nur die funkelnden Sterne am Himmel und spürt die Feuchtigkeit des Meeres an seiner klammen Kleidung. Der Seegang wird immer stärker, man hört das Pfeifen des Windes. Die Wellen beginnen immer mehr über das Boot zu schwappen, auf welchem ich mich jetzt alleine mit mit meinen Eltern und all dem persönlichen Besitz, welcher mit geblieben ist befinde. Die Wellen werden immer höher, dunkles salzig riechendes schwarzes Meerwasser gepaart mit den Drecksdiesel Abgasen des Segelschiffmotors, mir ist es schlecht. Die Nussschale, welche ach so gerne als Segelyacht bezeichnet wird umhergeschleudert auf und ab, rauf und runter. Der Wind hat Orkanstärke erreicht. Die Sturmgeräusche sind ohrenbetäubend, wie die Turbine eines Flugzeuges. Mittlerweile bin ich mit einem Lifebelt an der Reling gesichert, dies ist auch bitter nötig, um nicht von den 5-8 Meter hohen Wellen einfach von Bord gespült zu werden. Ich habe Angst und werde ganz ruhig. Das Ruder lässt sich nicht mehr bewegen, auch nicht mit aller Kraft und der Badedsee erfahrene Kapitän ist jemand der 100 Liegestütz mal nebenbei macht und das täglich. Ich habe Angst, nicht nur meinetwillen und akzeptiere es zu ertrinken. Die Erwachsenen sind alles was mir noch geblieben ist, an freunden, an Familie, an sozialen Kontakten, als Lebensgrundlage…

Die Selbstständigkeit als IT-Service ab 2020

Nach all dem was ich in meiner Kindheit & Jugend erleben und überleben durfte + minder kompetente Vorgesetzte, welche sich von mir gewiss fachlich bedroht fühlten und sprichwörtlich bei jeder scheinbaren Gelegenheit mich als untergebenen klein zu halten retraumatisierten war folgendes sicher. Ein weiteres Arbeitsleben als Angelsteller ist für mich ganz persönlich kein Leben mehr. Somit war klar, ich gehe den Weg der Selbstständigkeit mit dem mir nach unzähligen Traumatisierungen und retraumatisierungen verbliebenen täglichen & zeitlichen Leistungsvermögen. Aktuell Stand 2022 ist dies Auf 1 bis maximal 2 Kundentermine begrenzt, daher bewege ich mich nicht mehr wie zuvor Deutschlandweit in IT Umgebungen von Behörden und Konzernen von 1.000en – 10.000enden Arbeitsplätzen, sondern im regionalen Bereich bei KMUs (Kleine und Mittlere Unternehmen) + Praxen, Privatpersonen & Vereinen. Das wichtigste für mich ist, ich kann meine Kunden jetzt endlich unabhängig beraten und so betreuen, wie jeder Mensch selbst auch betreut werden möchte – neutral, ehrlich und nicht an kurzweiligen Profiten orientiert, sondern kompetent, langfristig & vertrauensvoll.

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